Eine neue Hausaufgabe für die Hummeln im Home-Office! Vitamine sind immer wichtig und in Corona-Zeiten besonders. Jede Familie bekam eine Postkarte zugeschickt und hatte dazu die folgenden Aufgaben zu erledigen:

1. Malt die Früchte auf der Karte bunt aus.

2. Zeigt uns mit einem Foto mit welchen Vitaminen ihr eure Familien fit haltet.

3. Druckt dieses Foto aus und klebt es samt ausgemalter Postkarte auf ein A4-Blatt für die Erinnerungsmappe.

Im Anschluss macht doch eine Obstpause! Auf den folgenden Bildern ist zu sehen, wie schön alle zur Hause gearbeitet und mitgemacht haben. Das Mitarbeiterteam verteilt 5 Sterne!!

Dieses Jahr wird auch das Krippenspiel etwas anders als sonst. Aber auch wenn wir die Regel haben: „Alles was im Krippenspielteam gesagt wird, ist top secret und nichts wird verraten“ ;), kann ich so viel sagen, als dass es ziemlich genial wird. Technisch haben wir dieses Jahr ganz groß aufgefahren und ihr dürft gespannt sein, was aus den Tonaufnahmen, die heute im „Studio“ in einzelnen Schichten eingesprochen wurden, gezaubert wird. Es wird einzigartig und vielleicht wird Weihnachten präsenter denn je…

Gestern war es endlich soweit und unser langersehnter erster Campfire-Gottesdienst durfte mit gebotenem Abstand und Maske in der „ausverkauften“ Friedenskirche gemeinsam mit dem diesjährigen KU8-Jahrgang (Konfirmationsunterricht in der 8. Klasse) und Team gefeiert werden. Unter dem Motto „Kopfkino – mein Bild von Gott und sein Bild von mir“ wurde in ansprechendem und jugendlichen Gottesdienstformat das Thema der eigentlich geplanten Konfidienstage im November aufgegriffen und mit Musik, einem kleinen Anspiel an der Bushaltestelle sowie einer Storytime untermalt. Wenn sich ein Konfi, eine Freundin von ihr, ein jugendlicher Mitarbeiter aus der Gemeinde und eine ältere Dame an der Bushaltestelle treffen und plötzlich das Thema „Gottesbilder“ aufkommt, dann befinden wir uns mitten im Geschehen und der Frage danach, ob man sich denn nun ein Bild von Gott machen darf oder nicht?! Es wird diskutiert, Bibelstellen fliegen durch den Raum, Fragen werden aufgeworfen, nicht alles wird verstanden. So ist es, wenn Menschen über die Größe Gottes versuchen zu sprechen. Schlussendlich sind wir einfach nicht in der Lage, uns ein vollständiges Bild zu machen – uns jedoch einzelne Eigenschaften Gottes in Bildern besser vorstellen zu können. Mose darf die Erfahrung machen, Gott persönlich zu begegnen und eine Antwort auf die Frage: „Wer bist du?“ erhalten. „Ich werde sein, der ich sein werde“, sagt Gott. Was eine Aussage… Gott wird sein, wer er sein wird. Das lässt definitiv kein klares Bild von ihm erkennen. Er zeigt sich also immer unterschiedlich und anders als wir denken. So ging des den Menschen zur Zeit Jesu sicherlich auch. Da hatten sie schon den Sohn Gottes vor sich und konnten ihn sehen, anfassen, ihm zuhören und doch handelte, sprach, dachte er so oft ganz anders, als sie gerade zu verstehen geglaubt hatten. Und doch zeigt er uns immer wieder einzelne Charakterzüge Gottes, Eigenschaften wie er ist. An diesem Punkt haben wir alle gemeinsam überlegt, unser Kopfkino angeschmissen, wie Gott für uns ist und diese „Bilder“ in einer sogenannten Wordcloud, einer Wolke aus Begriffen, digital zusammengetragen. Verschiedenste Eigenschaften und Wesenszüge sind gesammelt worden und haben uns einen kleinen Einblick gegeben, wie groß und vielseitig Gott uns bereits begegnet ist. Nachdem wir unserem Kopfkino freien Lauf gelassen haben, durften wir uns ein kleines Video anschauen, das uns in einem Liebesbrief von Gott an uns zeigt, was in seinem Kopfkino über uns so abgeht und das ist der schönste, liebevollste Film, den man sich nur vorstellen kann.

Gesegnet und mit einem Erinnerungskärtchen an diesen Abend ausgestattet, durften die Konfis selbst zu Helfern werden und bei der diesjährigen Diakoniesammlung die Briefe ihrer Nachbarschaft zum Verteilen mitnehmen. Natürlich gab es hierfür auch ein kleines Dankschön zur Stärkung für unterwegs. 😉 Eine aus Teamer- wie hoffentlich auch aus Konfisicht gelungene Campfire-Premiere durfte beim Schein der kleinen „Lagerfeuer“ vor der Kirche zu Ende gehen.

Elf Erwachsene, die 1995 als Jugendliche in der Ev. Kirchengemeinde Werdohl konfirmiert wurden, haben am Sonntag, 15.11.2020 im Rahmen der einfach anderen Abendkirche 25 Jahre danach ihre Silberne Konfirmation gefeiert. „Teach me if you can!“ das Thema. Elf konnten und waren neben Pfarrer Dirk Grzegorek dabei. Lehrreich waren die Musik, die Predigt, das Ambiente und der Segen verbunden mit einer Zusage Gottes.

Ein Beitrag von Vikar Andreas Hoenemann

Nachdem ich mich von meinem Patenonkel verabschiedet hatte, wartete ich vor dem Fahrstuhl. Von der Seite hörte ich eine zierliche Stimme „Hallo“ rufen. Ich schaute nach links und sah wie eine ältere Dame langsam mir tippelnd den langen Flur entgegen schritt und schließlich keuchend ihren Gruß wiederholte, woraufhin auch ich sie grüßte. Während sie mir näher kam, sprach sie: „Ich bin ganz außer mir!“ Was meinte sie? War ihr etwas zugestoßen? Als sie schließlich neben mir stand, sah ich ihre gläsernen Augen. In einem trägen Ton fragte sie mich: „Guten Tag, mit wem habe ich das Vergnügen?“ Daraufhin stellte ich mich ihr gegenüber vor. Sie hielt kurz inne und seufzte anschließend: „Was geht hier vor sich!“ Ich war verdattert: „ Entschuldigung, ich verstehe nicht? Was meinen sie?“ „Hier bei mir und bei dieser Umgebung?“ meldete sie mir zurück. Die Frau schien verwirrt zu sein. So sagte ich ihr, was sie eigentlich selbst wissen sollte: „Sie sind hier im Alten- und Pflegeheim der Diakonie!“ Sie bekam große Augen und wiederholte langsam meine letzten Worte: „Alten- und Pflegeheim?“ Diese Information schien sie zu erschüttern, sodass sie fortfuhr: „Was mach ich hier denn bloß? Darauf kann ich verzichten. Ich gehe jetzt gleich nach Hause.“ Ich sah sie verdutzt an und wusste nicht, was ich ihr entgegnen sollte. Schließlich senkte Sie ihren Kopf und schlürfte aufgewühlt und flüsternd den Flur weiter aufwärts. Verwirrt blieb ich wartend von dem Fahrstuhl zurück.

Tatsächlich habe ich diese Geschichte erfunden, und dennoch ist sie so nah an der Realität dran, dass ich jederzeit in eine ähnliche Situation hineingeraten könnte. Wie gut, wenn man sich im Vorhinein ein paar Gedanken dazu gemacht hat. So bin ich dankbar, in der vergangenen Woche im Predigerseminar eine Einheit über das Thema „Umgang mit Demenzerkrankten“ gehabt zu haben. Sonst würde ich wahrscheinlich genauso verwirrt reagieren, wie ich es in der fiktiven Szene darstellt habe.

Mit Demenz verbindet man insbesondere die Beeinträchtigung von kognitiven Fähigkeiten. So kann es wie im Beispiel unter anderem zu einer zeitlichen, örtlichen, situativen und personellen Desorientierung kommen. Während die kognitive Fähigkeiten nachlassen, bleibt die Gefühlswelt in der Demenz nahezu unbeeinträchtigt erhalten.

Durch die kognitive Verzerrung der Wirklichkeit verspüren die Demenzerkrankten in vielen Momenten ein Unsicherheitsgefühl und Stress. Falls Sie sich mit ihren verzerrten Wahrnehmungen anderen anvertrauen, erscheint es naheliegend, dass man sie in ihrer Wahrnehmung korrigiert. Allerdings fühlen sich Demenzerkrankte in Zuge von Korrektur nicht verstanden, sodass ihr Selbstwertgefühl abnimmt und sie sich innerlich immer stärker zurückziehen.

Stattdessen wird im Umgang mit Demenzerkrankten auf die Methode der Validation nach Noami Feil verwiesen. Dieser Ansatz rückt in den Mittelpunkt eine wertschätzende Haltung gegenüber dem Demenzerkrankten, die darin besteht, dass ich mich auf den Gedankengang des Demenzerkrankten einlasse, ohne zu korrigieren. Durch die wertschätzende Haltung, die der Demenzerkrankte erfährt, fühlt er sich verstanden, sodass im vertrauten Verhältnis der innerliche Stress und die Unsicherheitsgefühle abnehmen und gemeinsam der dahinterstehenden emotionalen Befindlichkeit nachgegangen werden kann.

Um diese wertschätzende Haltung dem Demenzerkrankten zu zeigen, sind folgende verbale und nonverbale Regeln hilfreich. Wichtige nonverbale Regeln, um wirklich in Kontakt mit dem Gegenüber zu treten, sind: Ich nehme wirklich Augenkontakt auf und lasse meine Anwesenheit spürbar werden, indem ich seine Hand ergreife oder die eigene Hand auf seine Schulte lege. Verbal ist es wichtig, den Demenzerkrankten im ruhigen Ton anzureden, einfache Sätze zu sprechen, seine Worte zu spiegeln und durch offene Fragen die Gefühlslage der Person zu begleiten.

Dies alles kann helfen, den Menschen in seiner emotionalen Aufgewühltheit zu beruhigen, indem man Verständnis und Sicherheit dem Gegenüber gibt.

Falls ich also jemals mit der Frau vom Anfang zusammentreffen sollte, so hoffe ich sehr, dass sie bei mir keine Verwirrung, sondern vielmehr eine wertschätzende Haltung verspüren kann.

Auch in der Krabbelgruppe Hummelnest wurde schon weit vor St. Martin eine kleine Überraschungstüte vorbereitet und von den Müttern abgeholt. Die Aufgabe bestand darin, aus einem Pappbecher, einem Gesichtsaufkleber, Wackelaugen, Pfeifenputzer und buntem Transparentpapier das eigene Kind als Laterne nachzubauen. Dazu gab es etwas Schokolade als Nervennahrung für die Mütter und für die Kinder ein Croissant, damit Mama in Ruhe basteln konnte sowie ein paar gute Worte für die Seele. Alle entstanden Laternen zeigen: Wir sind alle wunderbar gemacht und jeder ein Original!

Es war einmal…so beginnen Märchen und oft in Corona-Zeit mein Arbeitsalltag. Kaum durchdacht, geplant und schon wieder wird alles zunichte gemacht, so wie die Aktion: Laterne basteln mit anschließendem Umzug. Alles war vorbereitet. Alle freuten sich, die Kinder, die Mitarbeiter und auch ich auf ein wenig Normalität, auf ein wenig gemeinsame Zeit, um miteinander zu reden und zu lachen, wenn auch nur in 10er Bezugsgruppen, aber egal, Hauptsache es geschieht etwas, es geht voran. Und dann – es war einmal. Die Gemeindehäuser bleiben geschlossen und die Aktion wird abgesagt. Trauerstimmung? Frust? Von wegen, nicht mit uns. Auch wenn wieder einmal alles anders ist, es geht weiter. Eine neue Idee wird entwickelt, eine „Laterne to go“. Material zum Laternenbau, ein Trinkpäckchen und eine Brezel zur Stärkung, hübsch verpackt in geschenkten Edeka-Tüten und alles zum Mitnehmen, eben „to go“. Und dann war es soweit. Kleine, große, junge und ältere Kinder, Väter, Mütter, Eltern, sie haben sich auf den Weg zum Gemeindehaus der Christuskirche gemacht, um die gepackten Tüten im Empfang zu nehmen, meist mit einem Lächeln, einen Dankeschön oder einem freudigen Winken beim Gehen. 27 Kinder hatten Lust auf „ihre“ Laterne und als wir Mitarbeiter uns endlich auf den Weg nach Hause machten, trafen die ersten Bilder der gebastelten Laternen ein, wie schön! Ja, es war wieder einmal alles anders, aber nicht schlechter. 

Gemeindepädagogin Kerstin Sensenschmidt

                                                     

Der Stipendienfonds Missenye (M.O.S.S.) ermöglicht mittellosen Waisen den Schulbesuch und eine berufliche Ausbildung. Er übernimmt die Kosten für Lebensunterhalt, Schulgeld, Unterrichtsmaterialien und Schulkleidung sowie für die medizinische Betreuung. Die Leitung des Projektes hat Schwester Yustina Kainegeza, eine von der Diözese angestellte Sozialarbeiterin. Sie informiert durch einen jährlichen Bericht über Fortschritt und Veränderungen im Projekt. Der Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg unterstützt M.O.S.S. über Spenden, Kollekten und durch die Vermittlung von Patenschaften. Die Kosten für eine Patenschaft betragen im Monat 25 Euro.Die Gelder werden ohne Abzug von Verwaltungskosten der Einrichtung zur Verfügung gestellt. Es folgen einige Infos aus dem Bericht von Schwester Yustina für das Jahr 2019:

„Ich danke Gott, dass er die Verantwortlichen im M.O.S.S. Projekt bestärkt und führt sowie allen Brüdern und Schwestern aus Lüdenscheid-Plettenberg dafür, dass sie friedvoll unsere Partnerschaft unterstützen und so den Erfolg und die Verwirklichung der Aktivitäten des Programms im Jahre 2019 garantierten.

Die Leiterin besuchte die Familien und Betreuer der Jugendlichen sowohl in den Schulen als auch zu Hause. Die besuchten Schülerinnen und Schüler wurden darin bestärkt, fleißig zu lernen und die Betreuer wurden auf ihre Verantwortung hingewiesen. Schulgebühren und andere Leistungen wurden während der Besuche bezahlt. 79 SchülerInnen konnten durch das Projekt unterstützt werden.

Wir danken auch dem Frauen-Departement unseres Kirchenkreises, das die Gemeinden dazu mobilisiert und ermutigt, das M.O.S.S. Programm mit materiellen Gütern zu unterstützen. Am 12. April erhielten wir 482 kg Mais und 30 kg Bohnen.

2018 beendeten acht Jugendliche ihre Ausbildung an der Kashozi Technical School. Sie erhielten am 6. Februar 2019 eine Ausrüstung, um sie bei der Berufsausübung zu unterstützen. Fünf weibliche Absolventinnen erhielten eine Nähmaschine, die drei männlichen Absolventen erhielten Werkzeugkisten für den Schreinerberuf. Die Kosten hierfür beliefen sich auf TSh 2,255,000.00 (ca. 900 €). Die jungen Menschen bekommen dadurch die Möglichkeit selbst für ihren Lebensunterhalt zu sorgen. Wir sind sehr glücklich darüber und danken für die finanzielle Hilfe unserer Schwestern und Brüder aus Lüdenscheid-Plettenberg.“

Stichwort „Corona“: Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Tansania erhält alle Finanzmittel durch Kollekten der Mitglieder. Da sich durch die Corona-Pandemie die Einkommenslage vieler Menschen stark verschlechtert hat, ist auch die kirchliche Finanzlage dramatisch gesunken. Die Nordwest-Diözese, die Kirchenkreise und Gemeinden können ihre Mitarbeitenden nicht mehr vollständig bezahlen.

Informationen über die Partnerschaft sind hier zu finden: https://www.evangelisch-im-sauerland.de/website/de/kirchenkreis/einrichtungen/oekumene/partnerschaft-tansania

Gestern zwei Termine. Beim Hausarzt, der jährliche Gesundheitscheck ab 50. Beim Frisör, es war mal wieder Zeit. Man kommt ins Plaudern. Der Mediziner ist skeptisch, ob der sogenannte Teillockdown Sinn macht. Ich werde hellhörig. Medzinisch, wissenschaftlich gebildet, dann ein Bekenntnis. Es muss irgendwas geben. Einen Gott. Der Mensch stößt an Grenzen. Gott ist grenzenlos. Aber das wäre ja mein Metier, so der Arzt. Er beobachtet eine Überheblichkeit der Menschen. Sich dem Tod irgendwie mit einer Illusion entziehen zu können. Danach zu Haarkosmetik. Eine ältere Frau aus der Gemeinde sitzt unter der Haube. Blättert in einer typischen Frisörzeitung für Damen. Bemerkt mich nicht. Wie auch hinter der Maske. Der Frisör, ein junger Mann, beschreibt die Zurückhaltung der Menschen. Abgesagte Termine. Kaum noch neue Termine. So fliegen seine Hände, nach einer ausführlichen Schnittberatung, über meinen Kopf. Einen nahen Verwandten hat er durch Covid 19 an den Tod verloren. Ansonsten ist er auf der Gedankenlinie meines Hausarztes. Vieles an Entscheidungen ist nicht logisch. Seine Beschreibung geht in Richtung politischen Aktionismus, gepaart mit Angst und Panik. Bei beiden Männern höre ich die Fragen, die Zweifel, den Frust und Ärger heraus. Mit beiden bleibe ich im Austausch. Als Pfarrer, als Mensch, als Patient und Mann mit einer gesunden Eitelkeit. Ich merke, dass diese Zeiten extreme Herausforderungen mit sich bringen. Gott sei Dank sind wir damit nicht alleine!