Eigentlich wäre die CVJM Jugendsommerfreizeit mit knapp 50 Leuten am Samstagabend aufgebrochen in Richtung Dänemark. Doch in diesen Zeiten sieht das leider alles anders aus, aber… #wirlassenunsnichtunterkriegen!

Unter diesem Motto findet derzeit ein zweiwöchiges Alternativprogramm hier in Werdohl mit ca. 20 Jugendlichen aus Werdohl und Umgebung statt. Eine bunt gemischte Gruppe genießt es, sich an drei Tagen pro Woche live und in Farbe sehen zu dürfen und gemeinsam eine tolle Zeit zu verbringen. Zusätzlich gibt es zwei weitere Angebote unter der Woche, welche online stattfinden.

Wenn ihr nun neugierig geworden seid, was wir so erleben, dann besucht doch einfach unseren Freizeitblog unter www.cvjm-live.de, der natürlich auch in diesem Jahr trotz einer so anderen Freizeit nicht fehlen darf. 🙂

Hier gibt es aber schon mal ein paar kleine Einblicke…

Bilder von Menschen aus der Gemeinde, die ihnen selbst Mut gemacht haben und mit denen sie auch anderen Mut machen wollen.

Urlaubseindrücke aus Ostfriesland

Sonnenschein und kurze Hosen

Grillgeruch und Fantadosen

Federball und Fußball zocken

Barfuß in der Wiese hocken

Stimmen aus des Nachbars Garten

Auf des Eismanns Klingeln warten

Sonnencreme und hitzefrei

Haarstyling ist einerlei

Spiele spielen – YouTube hören

Lachen – tanzen – Liebe schwören

Auf der Liege Bücher lesen

Urlaubsfeeling ohne Spesen

Familienclan und Lieblingsmenschen

Die Rasensprengerhopsconvention

Schaukelweitsprung – kleine Wunden

Unvergessen diese Stunden

Das ist Sommer – ohne Punkt und Komma

geschrieben von Julia Eickhoff

„Doch gerade dann, wenn ich Angst habe, will ich mich dir anvertrauen.“ 
Psalm 56,4

Ich hatte mir Gedanken gemacht, wann das CVJM-Frauenzimmer als Ort der
Begegnung, zum Austausch und zum Auftanken wieder beginnen kann, ohne
meine Partnerin Susanne Mankel an meiner Seite zu haben.
Nun kam Corona – wir dürfen uns nicht treffen, aber dank WhatsApp und
Telefon sind wir miteinander verbunden.
Es stellte sich mir die Frage, wie geht es jeder einzelnen von ihnen und
wie schöpfen die Frauen Kraft?
Daraus entstand bei mir der Gedanke, ein HOFFNUNGSBILD entstehen zu lassen.
Jeder durfte kreativ sein und ihr eigenes Bild entstehen lassen.
Unser HOFFNUNGSBILD kann sich sehen lassen!

Heike Grzegorek

Ein Beitrag von Marion Jeßegus

„Wie lieblich ist der Maien…!“ Ausgebremst durch die Umstände der Zeit habe ich in diesen Tagen so intensiv wie kaum in einem anderen Jahr das Wunder der Schöpfung in unserer so vielfältig bedrohten Natur wahrgenommen. Klar, wenn man wie wir dort wohnt, wo Fuchs und Hase, Wildschwein und Reh sich nicht nur „gute Nacht“ sagen, lebt man „mittendrin“ und kann es kaum übersehen: die Obstbäume und momentan der Weißdorn schwelgen in überschäumender Blütenfülle, die Bäume haben nicht nur ausgeschlagen, wie ein bekanntes Mailied singt, nein, sie sind förmlich explodiert durch den wohltuenden ersehnten Regen und strotzen in knallig- frischem Grün, der Garten bringt täglich neue Blütenwunder hervor… Ich sitze in der strahlenden, fast frühsommerlichen Maisonne, höre einmal nicht die stündlichen Meldungen, Korrekturen der Statistiken, neue Verordnungen…, sondern das lärmende Spatzenvölkchen, das in der Dachrinne kramt und krakeelt und an vielen Stellen unter unserem Dach sein Jungvolk unermüdlich mit Futter versorgt, und denke:“…seid ihr nicht viel mehr als sie?“ 

Ich nehme mein Gesangbuch zur Hand, in mir klingt ein Lied (EG 501), das mehr als vierhundert Jahre alt ist, sein Text aktuell wie der schöne Maientag heute. Seine Melodie ist noch älter, ein altes Liebeslied aus der Renaissancezeit, das bis heute seinen fröhlichen Schwung nicht verloren hat, das in den schweren Zeiten nach dem 2. Weltkrieg eine Frau bewegte, diesem Freudentanz einen neuen Text zu geben, für den sie sich Worte des 104. Psalms lieh: „Auf, Seele, Gott zu loben…“  

Mein Herz singt in diesen Tagen ganz bewusst dieses alte Lied, das immer wieder neu ist und meinen Blick auch in dieser merkwürdigen Zeit weiten kann :
 
„Wie lieblich ist der Maien aus lauter Gottesgüt,
des sich die Menschen freuen, weil alles grünt und blüht.   
Die Tier‘ sieht man jetzt springen mit Lust auf grüner Weid, 
die Vöglein hört man singen, die loben Gott mit Freud. 

Herr, dir sei Lob und Ehre für solche Gaben dein…“     

Ein Beitrag von Luisa Tigges 

Was für ein komisches Ostern, ein komischer Frühling. Ich bin traurig, weil ich meine Familie und meine Freunde nicht sehen kann. Normalerweise würde ich jetzt auf meinem Balkon mit meinem Freunden ein Glas Wein trinken, im Garten mit meiner Familie Mölky spielen und all die Veranstaltungen besuchen, die besonders bei diesem Wetter so viel Spaß machen. Was für ein komischer Frühling. 

Aber das eine Mal, als es geklingelt hat, an meiner Wohnungstür, und ein Teller mit frischen Waffeln darauf auf meiner Fußmatte stand… Das war schön. Mein Nachbarskind hatte mit ihrer Mutter gebacken und an mich gedacht.  

Und das andere Mal, da habe ich dieses Foto von einer Freundin bekommen, von ihrem Kalender mit dem ermutigenden Spruch aus der Bibel… Das war schön. Sie weiß, dass ich den Kalender jedes Mal bestaune, wenn ich bei ihr bin. Er gefällt mir gut und das weiß sie. Daher hat sie das neue Bild am 1. April mit mir geteilt. 

Und dann an Ostern, als meine Mutter durch die Gegensprechanlage gesagt hat: „Geh an dein Fenster.“ und da auf der Fensterbank dann ein frischer Apfelkuchen stand und eine schönen Balkonpflanze… Das war schön. Wir konnten Ostern in diesem Jahr nicht mit unseren üblichen Traditionen feiern, aber wenigstens ein kleines Geschenk wollte sie sich nicht nehmen lassen.  

Ja, es war ein anderes Osterfest, es ist ein anderer Frühlingsbeginn. Und ja, ich freue mich auf den ersten Wein mit meinen Freunden auf meinem Balkon, das ersten Mölky-Spiel, die ersten Frühlings- oder Sommerveranstaltung. Aber auch jetzt, in diesen ganz anderen Zeiten bin ich jeden Tag dankbar dafür, dass ich Menschen um mich habe, die kreativ werden um mir zu zeigen, dass sie an mich denken, die mir eine Freude machen wollen. 

Corona hat uns in eine Krise gestürzt, die niemand von uns in dieser Form kannte, aber Corona kann uns auch wieder näher zusammenbringen – nicht körperlich, aber seelisch.  

Wem kannst du, mit einer kleinen Geste ein Lächeln ins Gesicht zaubern und damit sagen: Ich denke an dich, auch wenn wir uns nicht persönlich sehen? 

Ein Beitrag von Jörg Wilmink

Mut, Kraft und Hoffnung geben mir z.B. die vielen Wanderungen (Nordic Walking) mit meiner Frau im Hestenberg. Wir treffen hier viele andere Menschen Jung und Alt, die sich zwar mit Anstand begegnen, sich aber alle freundlich, nett und mit einem Lächeln begrüßen. Auch viele herzliche Worte fallen öfters. Man wertschätzt sich gegenseitig und das tut gut in dieser nicht einfachen Zeit. Des Weiteren gibt mir die Liebe zur Musik viel Kraft, es vergeht kein Tag an dem ich nicht mit meiner Gitarre spiele.

Ein Ereignis bleibt wohl für immer in meiner Erinnerung: Meinen Geburtstag (22.03) feierten meine Frau und ich alleine zu Hause. Um 18:00 hat Sabine dann, zu meiner Gitarrenbegleitung, die “ Ode an die Freude“ vom Balkon gesungen. Es war einmalig und wunderschön. Bitte seht auch die guten Seiten dieser Zeit. Zweisamkeit, Entschleunigung und Hoffnung geben uns Mut für die Zukunft.