Zum zweiten Mal Ostern im Lockdown. Nie hätte ich vor einem Jahr gedacht, dass wir es nochmal erleben müssen. Hoffentlich ist es möglich, dass unsere Kinder wenigstens zum Teil zu Besuch kommen können. Alle Gottesdienste bis Ostersonntag werden wir in diesen Tagen als digitale Angebote vorbereiten. Trotzdem bin ich dankbar für diese Möglichkeiten. Einige Besuche und Telefonandachten in der Karwoche werden mir zumindest punktuell persönliche Begegnungen eröffnen; darüber bin ich froh.

Ich mache mir immer mehr Sorgen um das Überleben unserer vielen Gemeindegruppen. Wann und wie werden wir einen Neustart nehmen? Bis dahin bleiben wir weitgehend Gemeinde auf Distanz.

Das übrigens ist durchaus nicht neu: „Ich hätte euch viel zu schreiben, aber ich wollte es nicht mit Brief und Tinte tun, sondern ich hoffe, zu euch zu kommen und mündlich mit euch zu reden, damit unsre Freude vollkommen sei“; damit endet Johannes seinen zweiten Brief. Ohne direkte Gemeinschaft bleibt eben die Freude unvollkommen. Trotzdem haben wir allen Grund, uns Frohe Ostern zu wünschen. Denn diese Freude macht sich an den Tatsachen des ersten Ostermorgens in Jerusalem fest und ist deshalb unabhängig von unseren Corona-Einschränkungen.

Das wünsche ich mir für diese besonderen Tage für alle: Frohe Ostern, ohne Fragezeichen.

Pfarrer Martin Buschhaus

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